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Hi, ich bin Hannah, in meinem 5. Semester des Studiums BWL-Handel bei EDEKA Südwest bin ich in die Personalentwicklung gestoßen. Dort arbeite ich als Trainerin und gebe für Auszubildende des Einzelhandels Seminare zu unterschiedlichen Bereichen. Passend zu meiner jetzigen Stelle hat mir das Präsentieren schon in der Schule viel Spaß gemacht, deshalb teile ich meine Erfahrungen, die ich im Seminarwesen rund um die Themen Präsentation, Visualisierung und Vorbereitung gesammelt habe, mit dir!

Folgende Situation kommt dir bestimmt bekannt vor: In der Schule hält jemand eine Präsentation. Der Einstieg ist etwas lahm und schafft es nicht, die Aufmerksamkeit des Publikums einzufangen. Schon während der Vorstellung der Agende geht deine Aufmerksamkeit dann endgültig verloren. 

 Was macht einen guten Vortrag aus? 

Wenn du dein Publikum erreichen willst, musst du deinen Vortrag lebendig und abwechslungsreich gestalten. Im Idealfall gelingt es dir darüber hinaus, sie von dir und den Inhalten zu begeistern – so bleibt ihre Aufmerksamkeit auch während des gesamten Vortrags bei dir. Doch wie schafft man das? 

1. Das A und O einer Präsentation: Einstieg und Ausstieg 

Ein guter Einstieg konfrontiert die Zuschauenden und bezieht sie mit ein. Baue zum Beispiel eine kritische Frage oder ein Zitat ein. Prägnante Bilder oder kurze Videos bieten sich oftmals an. Eine Umfrage ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, sein Thema einzuleiten: Frage deine Zuhörer vor dem Vortrag, wie sie zu einem Thema eingestellt sind und frage dieselbe Frage nach deinem Vortrag erneut. Hat sich die Sichtweise durch deinen Vortrag geändert? Falls es dir leichter fällt, kannst du ebenfalls eine witzige Anekdote passend zum Thema oder mit persönlichem Bezug als Einstieg erzählen. Deine Einleitung darf alles sein, nur nicht langweilig!

Als Abschluss kannst du deine Einleitung nochmal aufgreifen und mit Ergebnissen und Erkenntnissen erweitern. Damit deine Präsentationen einen bleibenden Eindruck hinterlässt, kannst du mit einem Zitat einen Denkanstoß starten oder einen Appell an die Zuhörerschaft richten. 

2. Körpersprache und Betonung

Achte darauf, während deines Vortrags dem Publikum zugewandt zu sein. Das sorgt dafür, dass Mimik und Gestik dynamischer wirken und sie von deinem Publikum besser wahrgenommen werden kann. Du kannst dich natürlich während des Vortrags frei bewegen, um verschiedene Medien mit einzubeziehen. Dein Gesicht sollte jedoch immer dem Publikum zugewandt bleiben und nie mit dem Rücken zu ihnen stehen. 

Spreche am besten frei. Dabei hilft es, nur Stichpunkte auf den Präsentationskärtchen zu notieren. Auswendig gelernte Texte klingen hölzern, sprich deshalb frei und flüssig in einem angenehmen Tempo. Auch die Betonung ist ein wichtiger Bestandteil, um die Zuhörenden nicht zu verlieren. Betone wichtige Wörter, baue gezielt kleine Pausen ein und vermeide Füllwörter. 

Anstatt den Zuhörenden einen Fachbegriff nach dem nächsten um die Ohren zu hauen, solltest du besser die Bedeutung in einfachen und gut verständlichen Sätzen erklären. Es kann helfen, bildhafte Sprache einzusetzen. So assoziiert man ein bekanntes Bild auf einen anderen Inhalt. Zudem kann es helfen, Beispiele vorzugeben, an denen sich die Zuhörerschaft orientieren kann. 

3. Die Visualisierung – Welche Medien kann ich zur Unterstützung nutzen?

Ob PowerPoint, Präsentation in Prezi, die Gestaltung von Plakaten, Flipcharts, Metaplanwände oder selbstgedrehte Videos – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. 

Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du eine visuell ansprechende Flipchart gestalten kannst.

Schritt 1: Grundlegende Fragen klären 

Bevor du mit deiner Flipchart startest, frage dich zunächst: welchen Sinn soll die Flipchart haben? Welchen Vorteil hat deine Präsentation dadurch? Welche Informationen sind für den Zuschauenden wichtig? Sind diese Fragen beantwortet, dann überlege dir eine grobe Grundstruktur und verdeutliche diese vor deinem inneren Auge. 

Schritt 2: Das Grundgerüst 

Bringe deine Idee jetzt auf Papier. Achte dabei auf folgende Punkte: 

  • Schreibe nur Stichpunkte und verzichte auf ganze Sätze 
  • Die Schrift sollte mindestens 3 cm groß sein, sodass auch die hinteren Reihen alles lesen können. 
  • Nutze Abstände, um Inhalte voneinander abzugrenzen
  • Vermeide Textblöcke

Schritt 3: Details! 

Verleihe deinem Plakat mehr Aufregung durch gezeichnete Inhalte, die das Geschriebene unterstützen. Das bildhafte Visualisieren erleichtert die Verknüpfung zu dem textlichen Inhalt und macht dein Plakat interessanter. In meinen Flipchart symbolisiert der Weg den Verlauf des Seminares, an dem sich die Zuschauenden orientieren können. 

Schritt 4: Bring Farbe mit ins Spiel! 

Unterstreiche im letzten Schritt die Inhalte durch eine passende Farbgebung. Du solltest jedoch auch darauf achten, dass die Inhalte nicht zu bunt sind, da dies das Auge auch verwirren kann. Beachte auch die verschiedenen Gefühlslagen und Eigenschaften, die mit unterschiedlichen Farben assoziiert werden. Für die Bio-Basics habe ich ein grünes Blatt gewählt, da Bio oft mit Grün verbunden wird. Verwende kräftige Farbakzente für kleinere Bilder, für großflächige Hintergrundfarben solltest du am besten dezente und schwache Farbtöne wählen. 

Wenn ihr diese Punkte beachtet und in eure nächste Präsentation integriert, kann diese nur ein voller Erfolg werden!